

Deutsch-Französischer Salon
Wann: Sonntag, 6. Dezember 2026, von 11:00 bis 13:00 Uhr
Wo: Kulturzentrum Merlin, Augustenstr. 72, 70178 Stuttgart (S-Bahn Schwabstr.)
Eintritt: Der Eintritt ist frei. Stollen, Schnitzbrot und Weihnachtsgutsle gibt es umsonst.
Wir werden einige Fakten und Daten (wie in dieser Ankündigung präsentiert) zusammenstellen, vertrauen dann auf die Kenntnisse unseres Publikums und hoffen auf eine spannende Debatte.
Wir freuen uns über Nikolaus-Spenden für unsere Vereinstätigkeit.
Für die Entwicklung eines Landes ist es entscheidend, ob Kinder und Jugendliche dort gut leben können und gefördert werden. Wie steht es damit in Deutschland und Frankreich?
Die beiden Bildungssysteme sind sehr verschieden: Dort das zentrale System Frankreichs, in dem eine frühe Schulpflicht ab 3 Jahren gilt und die Ganztagesschule selbstverständlich ist. Hier das föderale, zerklüftete System Deutschlands, in dem Kleinkinder- und Ganztagesbetreuung gerade erst eingeführt wurden und teilweise noch nicht recht funktionieren.

Zu Beginn des Monats sind die Ergebnisse der neuen Pisa-Studie herausgekommen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) untersucht regelmäßig, was 15-jährige Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Naturwissenschaften, Lesekompetenz, Mathematik und computergestütztes Problemlösen wissen und wie gut sie ihr Wissen in der Praxis anwenden können.
Erstaunlich: beide Länder sind ähnlich mittelmäßig. Deutschland ist hinter der Türkei, Belgien und Litauen auf Platz 23, Frankreich erreicht sogar nur Platz 27. Also bleibt uns nur, den Ärger und die Trauer über die schlechten Ergebnisse gemeinsam mit ein paar Gläsern Bordeaux oder Riesling runterzuspülen?
Halt! Es gibt eine weitere Untersuchung, die eine ganz andere Rangfolge aufstellt. Die UNICEF-Studie zum Wohlbefinden von Kindern vom Mai 2026 untersucht die Verhältnisse in 37 wohlhabenden Ländern. Sie prüft die Fähigkeit in Lesen und Mathematik, erhebt aber auch mentale und körperliche Gesundheit und soziale Fähigkeiten; dabei werden auch die sozialen Verhältnisse berücksichtigt. Die Ergebnisse sind beschämend – für Deutschland. Es schneidet im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich ab und landet auf Platz 25, Frankreich dagegen auf Platz 3.
Wir können also doch voneinander lernen! Das wollen wir auf unserem Nikolaus-Salon am 6. Dezember tun.
September 2026
Ralf Kröner
Kindliche Zweisprachigkeit ist nicht selbstverständlich. Das war das Thema unseres Salons am 6. Juli. Sobald das Kind in einer einsprachigen Umgebung wie zum Beispiel dem Kindergarten ist, wird eine Sprachen die starke Sprache. Entsteht dann ein Ungleichgewicht zwischen den Sprachen? Was bedeuten Sprachmischungen in der frühen Phase des Spracherwerbs und warum lehnen manche Kinder die „andere“ Sprache des Vaters oder der Mutter ab? Darüber wurde mit Studierenden, Eltern, und Lehrkräften bei einer „table ronde“ angeregt diskutiert.
Rund die Hälfte der Weltbevölkerung ist zweisprachig oder mehrsprachig. Für Millionen Menschen gehört Zweisprachigkeit zum Alltag. In Europa merken wir auch, dass die Kontakte unterschiedlicher Kulturen und Sprachen zur Normalität gehören.
Nehmen wir das Beispiel Frankreich, wo die sprachliche Vielfalt beträchtlich ist: Jeder vierte Erwachsene hat mit der Mutter oder dem Vater eine andere Sprache als Französisch gesprochen. Das heißt jedoch nicht, dass diese Sprache überlebt und weitergegeben wird. Zahlen aus verschiedenen Umfragen beweisen es deutlich: 26% der Erwachsenen haben eine andere Sprache als Französisch in der Kindheit gehört und gesprochen, jedoch nur 9% geben diese Sprache an ihre Kinder weiter.
Zweisprachigkeit ist nicht selbstverständlich. Eine konsequente Zweisprachigkeit verlangt Aufmerksamkeit und Ausdauer. Nehmen wir konkrete Beispiele in Stuttgart in deutsch-französischen Familien: Nach dem Partnerprinzip können die Eltern mit dem Kind ihre jeweilige Sprache sprechen und somit ihre sprachliche Identität wahren.
Jedoch wird eine der Sprachen irgendwann die starke Sprache werden, sobald das Kind in einer einsprachigen Umgebung wie dem Kindergarten, der Schule aufwächst.
Entsteht dann ein Ungleichgewicht zwischen den Sprachen?
Wie kann dann die schwächere Sprache gefördert werden?
Was bedeuten die Sprachmischungen in der frühen Phase des Spracherwerbs?
Warum lehnen manche Kinder die „andere“ Sprache des Vaters oder der Mutter ab?
Welche Auswirkungen hat die Zweisprachigkeit auf die schulische Entwicklung der Kinder?
So viele Fragen und so viele Herausforderungen für die Kinder und die Eltern!
Sie sind das Thema unseres nächsten Salons am 6. Juli. Wir werden mit Studierenden, Eltern, und Lehrkräften bei einer „table ronde“ über die Thematik „Mit zwei Sprachen groß werden“ diskutieren.
On a du mal à s'imaginer que presque la moitié de la population mondiale est bilingue ou même plurilingue. Des millions de personnes parlent plusieurs langues au quotidien, bien sûr à divers niveaux. En Europe nous constatons aussi que les contacts entre des cultures et des langues les plus variées font partie de la vie de tous les jours.
Prenons l'exemple de la France, pays où la diversité linguistique est devenue considérable : un adulte sur quatre a parlé dans son enfance une autre langue que le français avec sa mère ou son père, mais cela ne veut pas dire que cette langue pourra survivre et se transmettre à l'autre génération. Les chiffres de nombreuses enquêtes le prouvent : 26% des adultes ont entendu et parlé une autre langue que le français dans leur enfance. Toutefois seulement 9% transmettent cette langue à leurs enfants.
Le bilinguisme ne va pas de soi. Il exige de faire preuve d'attention et de persévérance et bien sûr d'avoir envie de protéger sa langue maternelle et de la transmettre. Dans notre ville de Stuttgart il est possible de trouver des exemples dans des familles franco-allemandes. En général le bilinguisme des enfants est favorisé lorsque les parents parlent chacun leur propre langue et gardent leur identité linguistique.
Une des deux langues deviendra une langue majeure pour l'enfant ou sera mineure à partir du moment où l'enfant vivra dans un environnement scolaire où une seule langue est parlée. Cette langue deviendra la langue dominante.
Est-ce qu'un déséquilibre durable apparaît entre les langues ?
Comment soutenir la langue devenue plus faible ?
Les mélanges (souvent comiques) entre les deux langues sont-ils néfastes au début de l'apprentissage ?
Pourquoi certains enfants se mettent à refuser la langue du père ou de la mère ?
Quels sont les effets du bilinguisme sur la scolarité des enfants ?
Autant de questions et autant de défis pour les enfants et les parents !
Ils seront le thème du prochain salon du Förderverein Deutsch-Französischer Kultur le 6 juillet 2025. Nous aurons l'occasion d'en discuter dans le cadre d'une table ronde ayant pour thème Grandir en parlant deux langues.
Deutsch-Französischer Salon
Table ronde – Podiumsdiskussion
Wann: Sonntag, 6. Juli 2025, von 11 bis 13 Uhr
Wo: Kulturzentrum Merlin, Augustenstr. 72, 70178 Stuttgart (S−Bahn Schwabstr.)
Eintritt: 10 € Tageskasse / 7,50 € für Schüler und Studenten, Croissants und Getränke können bestellt werden.
Wie erlernen wir unsere Muttersprache? Es ist eine der ältesten Fragen, seit Menschen über sich selber nachdenken. Wie ist es dann, wenn ein Kind in den ersten Lebensjahren zwei Sprachen - zum Beispiel Deutsch und Französisch - gleichzeitig erwirbt?
Zweisprachigkeit ist ein kompliziertes Phänomen und auch ein Reichtum.
mit:
Einführung und Moderation: Catherine Gebhardt-Bernot

Im Oktober war der Arzt Pascal Revault unser Gast. Revault ist Allgemeinmediziner mit Schwerpunkt Sozialmedizin und verantwortlich für knapp 5000 Schüler von der Mittelstufe (ab der 5. Klasse) bis zum baccalauréat.
Drei Themen interessieren Revault dabei vor allem:
Seine Schlussfolgerung: Das Schwergewicht der schulischen Bildung ist zu sehr auf „performance“, Leistung und Konkurrenz ausgerichtet.
Seine Forderung: „Gebt den Kindern und Jugendlichen stattdessen die Möglichkeit, sich zu entfalten!“
Deutsch-Französischer Salon mit Pascal Revault
Wann: Sonntag, 20. Oktober 2024, von 11 bis 13 Uhr
Wo: Marienkeller, Marienstraße 37, 70178 Stuttgart-Mitte (S-Bahn Haltestelle Feuersee)
Eintritt: 10 € Tageskasse / 5 € für Schüler und Studenten, Kaffee, Tee und Croissants können bestellt werden
Die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern hängt von vielen Faktoren ab: Handelt es sich um Mädchen oder Jungen, wie ist das Klima in der Klasse, in welcher Umgebung wohnt die Familie und und natürlich vor allem, welchen sozialen Hintergrund haben die Eltern? In einer Metropole wie Paris, kann man die verschiedenen Einflüsse, die auf Kinder und Jugendliche einwirken, auf engstem Raum beobachten.
Pascal Revault ist Allgemeinmediziner und hat lange an verantwortlicher Stelle bei verschiedenen Nichtregierungsorganisationen in den Bereichen Umwelt- und Sozialmedizin gearbeitet. Außerdem unterrichtet er an der Universität Paris I im Masterstudiengang nachhaltige Entwicklung – Rechtspflege, Ökologie und Gesundheit. Seit einiger Zeit ist er Schularzt im Nordosten von Paris. Dort ist er für knapp 5000 Schüler ab der 5. Klasse bis zum baccalauréat verantwortlich.
Drei Themen interessieren Revault dabei vor allem: Wie hat sich die Schulmedizin in den letzten 100 Jahren verändert? Warum hat sich die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, vor allem bei den Mädchen, in der letzten Zeit verschlechtert? Und warum werden Verschiedenheiten der kognitiven Fähigkeiten der Schüler für die Auslese benutzt, anstatt das Schulsystem selbst in Frage zu stellen?
Moderation: Ralf Kröner