- Details
- Von: Catherine Gebhardt-Bernot
- Gesprächskonzert
- September 2021 - „Gurs“ Veranstaltungsreihe
- Flugblatt: Link
Erinnerung in Text und Musik
über das ehemalige Internierungslager Gurs / Südwestfrankreich
Wann: Mittwoch, 15. September 2021 um 19:30 Uhr
Wo: Aula Kepler-Gymnasium Tübingen, Uhlandstr. 30
Eintritt: frei, Anmeldung 0157-88308081 oder
Einführung Veranstalter: Förderverein Deutsch-Französischer Kultur e.V. und Freundeskreis Château d'Orion e.V.
Mit: Lena Spohn, Mezzosopran, und Mélina Burlaud, Klavier
Moderation: Schüler*innen des Kepler Gymnasium Tübingen (Dt./Frz.) nach Texten von Roland Paul
In Gurs, dem größten Internierungslager Südfrankreichs, wurden zwischen 1939 und 1944 auch zahlreiche Künstler und Künstlerinnen inhaftiert. Sie versuchten, trotz erbärmlicher Lebensumstände, das Leid und die Angst durch ihre Kunst zu überwinden und damit menschliche Würde zu bewahren.
Namhafte Musiker und Musikerinnen gaben dort im Lager erstklassige Konzerte, veranstalteten Kabarettabende, um ihren Mitgefangenen einen Augenblick der Freude zu schenken. Darunter waren auch die im Oktober 1940 aus Baden, der Pfalz und dem Saarland deportierten Juden und Jüdinnen.
Das Gesprächskonzert erinnert nicht nur an die deportierten Juden und Jüdinnen sondern auch an das Schicksal der spanischen Freiheitskämpfer, der „unerwünschten“ Deutschen, an Sinti und Roma, an Menschen aus mehr als 50 Nationen, die im Lager Gurs inhaftiert waren.
Dieses Gesprächskonzert mit der Sängerin Lena Spohn findet in Tübingen als öffentliche Schulveranstaltung im Kepler-Gymnasium und im Rahmen der Schülerbegegnungen statt.
Es ist vorgesehen, dass im Schuljahr 2021/22 Schülerinnen und Schüler des Kepler Gymnasiums ihren Gegenbesuch in Gurs und Pau unternehmen werden. Um sie bereits aktiv an dem Thema Gurs zu beteiligen, werden sie, unterstützt durch die Arbeiten des Historikers Roland Paul, die Moderation des Gesprächskonzerts auf Deutsch und teilweise auf Französisch übernehmen.
Lena Spohn studierte Schulmusik und Philosophie. Im Bundeswettbewerb Gesang 2018 ist sie Finalistin. Als Konzertsolistin wird sie u.a. von „Les talents lyriques“ unter Ch. Rousset und dem Göttinger Symphonieorchester engagiert und gestaltet Titelpartien von zahlreichen Opern.
Mélina Burlaud ist Pianistin mit einer Spezialausbildung im Fach Liedbegleitung. Sie ist aber auch als Solistin auf vielen internationalen Bühnen zu Hause und auf zahlreichen Festivals eine gefragte Musikerin. Als Professorin für Klavier lehrt sie am Konservatorium in Toulouse.
Roland Paul ist Historiker und war von 2012 bis 2016 Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern. Eines seiner Forschungsgebiete ist die Migration in der Pfalz und dabei auch die Geschichte der Juden in der Pfalz.
Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Winfried Kretschmann
Kooperationspartner:

![]()



Kunst im Lager – Der Glaube an das Schöne hinter Stacheldraht – Gurs 1939-1945 (mit Lena Spohn) 