

Dokumentarfilm in Gegenwart des Historikers Roland Paul (nur am 11. Juni) und Filmemachers Pierre Vidal
über das ehemalige Internierungslager Gurs / Südwestfrankreich
Ende 1945 wurden die Internierungslager, die auf französischem Territorium existierten, eilig aus der Erinnerung gelöscht. Die Spuren dieser Barbarei gerieten dann in Vergessenheit…
Doch Internierte, Historiker, Bücher und einige Dokumentarfilme erzählen von dieser wenig bekannten und schrecklichen Zeit. Eine lange Arbeit der Erinnerung beginnt.
In diesem Film wird die Geschichte von Gurs ausgegraben, diesem kleinen Dorf, das in wenigen Monaten zur drittgrößten Stadt der Basses Pyrénées, der heutigen Pyrénées-Atlantiques, wurde.
Zehntausende Menschen durchquerten dieses Lager, das größte in Frankreich, in dem sie unter schrecklichen Bedingungen interniert waren. Tausende starben dort. Tausende wurden von hier in Konzentrations- und Vernichtungslager abtransportiert, aus denen sie nicht zurückkehrten. Wie können wir den Tod aus dem Lager Gurs vergessen? Das Leiden derer, die dort geblieben sind? Die quälende Not der Überlebenden?
Unter den Internierten waren auch die im Oktober 1940 aus Baden, der Pfalz und dem Saarland deportierten Juden und Jüdinnen. Der Film erinnert nicht nur an sie, sondern auch an das Schicksal der spanischen Freiheitskämpfer, der „unerwünschten“ Deutschen, an Sinti und Roma, an Menschen aus mehr als 50 Nationen, die im Lager Gurs inhaftiert waren.

Bis heute wird über die Bedeutung der Pariser Kommune gestritten: War sie Blaupause der Diktatur des Proletariats und damit für eine sozialistische Revolution, was Friedrich Engels vertrat? Oder war sie „bloß die Erhebung einer Stadt unter ausnahmsweisen Bedingungen“, was Karl Marx 10 Jahre danach an den holländischen Sozialisten Ferdinand Domela Nieuwenhuis schrieb?
Vor 150 Jahren, im März 1871, erlebte Paris die vierte Revolution in 82 Jahren. Aber diesmal war es anders. Die Revolution verlief zunächst friedlich und bestimmend war nicht das Bürgertum wie in den vorherigen Revolutionen, sondern kleine Handel- und Gewerbetreibende, Handwerker, Arbeiter und nicht zuletzt Arbeiterinnen. Zum ersten Mal traten Frauen auf die Bühne der Weltgeschichte, nicht nur für einen Augenblick, sondern sie blieben dort präsent.
Verschiedene Ursachen führten zum Aufstand: Paris hatte im deutsch-französischen Krieg erst schwer unter der Hungerblockade gelitten, dann unter dem Bombardement der deutschen Truppen. Anfang März 1871 hob die reaktionäre Nachkriegs-Regierung Thiers Erleichterungen für die Bewohner der gemarterten Hauptstadt auf, wie zum Beispiel die Stundung der Mieten. Und sie weigerte sich, den 300 000 Angehörigen der Pariser Nationalgarde den Sold auszuzahlen. Die Commune beschloss dann viele Verbesserungen für die einfache Bevölkerung, wie den Erlass von fälligen Mieten, die Rückgabe von verpfändeten Gegenständen und die Abschaffung der Nachtarbeit für Bäckergesellen. Andere Dekrete waren grundsätzlicher Art, zum Beispiel die Trennung von Kirche und Staat, schließlich ein Dekret, nach dem von ihren Besitzern verlassene Fabriken vergesellschaftet werden sollten.
Salon mit zwei Gästen
Wann: Sonntag, 4. Oktober 2020, 11:00 bis 13:00 Uhr
Wo: Café des Kulturzentrums Merlin, Augustenstr. 72, Stuttgart-West
Eintritt: 5€, Kaffee, Tee und Croissants können bestellt werden
… und doch siegen wir“, schrieb Bismarck im August 1870 an seine Frau. Im Juli 1870 begann der Krieg zwischen Frankreich und den deutschen Ländern unter Führung Preußens. Die Regierungen Preußens und Frankreichs wollten den Krieg, um ihre Vormachtstellung auf dem europäischen Kontinent auszubauen. Und sie bekamen ihn. Frankreich war schlecht gerüstet, und die deutschen Truppen hatten im Grunde keine Taktik. Sie griffen die auf Bergen verschanzten Franzosen frontal an – und siegten unter großen Verlusten, worüber sich selbst Bismarck wunderte.
In unserem Salon wollen wir an die vergessenen Seiten dieser europäischen Tragödie erinnern, bewegende Zeitzeugenberichte und Zeugnisse aus Kunst und Kultur vorstellen.
In der anschließenden Diskussion soll es auch darum gehen, ob es möglich gewesen wäre, den „70er“ Krieg und damit den katastrophalen Lauf der europäischen Geschichte im letzten Jahrhundert zu verhindern.
Kooperationspartner:![]()
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Vom Verein Champs Mêlés, die französischsprachige Performance
eine Kooperation mit Stuttgarter Schulen, gefördert von der Landeshauptstadt Stuttgart über das Programm „Kulturelle Bildung“ !
- Montag 21. Januar, 9:30 - 11:30 Uhr im Geschwister–Scholl-Gymnasium
- Dienstag 22. u. Mittwoch 23. Januar, 11:30 – 13:30 Uhr i. Heidehof-Gymnasium mit Schülern des Wagenburg-Gymnasiums
Autorin und alleinige Darstellerin ist Simone Rist, die Vorsitzende unseres Vereins.
Die 11-jährige Agathe erlebt die deutsche Besatzung Frankreichs im 2. Weltkrieg in Chambon sur Lignon, einem kleinen Ort im Zentralmassiv. Dort werden mit tatkräftiger Unterstützung der ganzen Bevölkerung viele Juden versteckt und vor der Verfolgung durch SS und Gestapo gerettet. Agathes Vater ist Mitglied der französischen Résistance, er wird am Tag der Befreiung von der deutschen Besatzungsmacht erschossen. Agathe wird von wildem Hass überwältigt.
70 Jahre später begegnet sie der alten Dame, die sie inzwischen geworden ist. In der Welt breitet sich erneut eine Welle des zerstörerischen Hasses aus, und die junge und die alte Agathe treten in einen bemerkenswerten Dialog, in dem sich Fragen des Gestern und Heute verbinden. Schon im Sommer hat Simone Rist über ihre Erfahrungen mit der deutsch-französischen Geschichte gesprochen.
Salon mit einem Hauptgast im Rahmen der Französischen Wochen 2018
mit Cathérine Gebhardt-Bernot 
Wann: Sonntag, 14. Oktober 2018, 11:00 bis 13:00 Uhr
Wo: Café des Kulturzentrums Merlin, Augustenstr. 72, Stuttgart-West
Eintritt: 5€, Kaffee, Tee und Croissants können bestellt werden
Vor hundert Jahren, am 11. November 1918, endete der Erste Weltkrieg. 4 Jahre und vier Monate dauerte er. Während dieser schrecklichen Jahre schrieben die „Poilus“, die einfachen französischen Soldaten, verzweifelte, traurige, manchmal auch hoffnungsvolle Briefe an ihre Familien.
Aus einem Brief von G. Morillon im Dezember 1914: „Vorgestern haben sich Deutsche und Franzosen die Hände in den Schützengraben gereicht … Zwei Tage lang. Unglaublich, sage ich Euch …“. Gervais Morillon ist 1915 in Nordfrankreich gefallen.
Im Rahmen der französischen Wochen stellt Cathérine Gebhardt-Bernot französische Feldpostbriefe aus dem 1. Weltkrieg mit deutscher Übersetzung vor und zeigt historische Fotos.
Nach der Präsentation hat das Publikum das Wort. Gespräche untereinander und mit Cathérine Gebhardt-Bernot stehen im Vordergrund.
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Salon mit zwei Hauptgästen
mit Simone Rist, Schauspielerin, Regisseurin und Autorin aus Paris,
und Dr. Peter Hölzle, Journalist und profundem Frankreichkenner aus Stuttgart
Wann: Sonntag, 1. Juli 2018, 11:00 bis 13:00 Uhr
Wo: Café des Kulturzentrums Merlin, Augustenstr. 72, Stuttgart-West
Eintritt: 5€, Kaffee, Tee und Croissants können bestellt werden

Offenbar ist die deutsch-französische Versöhnung ja ein schönes Beispiel dafür, dass es möglich ist, den Hass zu besiegen. Aber wie nachhaltig und belastbar ist die daraus entstandene Freundschaft heute?
In ihrer Performance ‚Die zwei Agathen – Hass und Widerstand’ stellt Simone Rist die Frage, wie der Hass in die Herzen der Menschen kommt und wie er überwunden werden kann. Das wird auch das Thema des Salons am Sonntagvormittag sein. Offenbar ist die deutsch-französische Versöhnung ein schönes Beispiel dafür, dass es möglich ist, den Hass zu besiegen. Aber wie nachhaltig und belastbar ist die daraus entstandene Freundschaft heute wirklich?
Nachdem die beiden Gäste ihre Positionen dargelegt haben, hat das Publikum das Wort. Gespräche untereinander und mit den Gästen stehen im Vordergrund.
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Performance von und mit Simone Rist

Wann: Donnerstag, 28. Juni 2018 um 20 Uhr
Wo: Theater des Kulturzentrums Merlin, Augustenstr. 72, Stuttgart-West
Vorverkauf: 12 €
Abendkasse: 15 €
Empfehlung: Für Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren
Dauer: 1 Stunde, 10 Minuten
Sprache: französisch mit Simultanübersetzung
„Simone Rist nutzt ihre Erinnerungen für den Kampf gegen Intoleranz“ (Zitat der Zeitung „Le progrès“)
Agathe ist 11 Jahre alt, sie erlebt den Zweiten Weltkrieg, die Tragödie der Juden, die Verhaftungen, die Angst. Ihr Vater ist Mitglied der „Schattenarmee“ der Résistance und wird von der Gestapo und der Miliz des Vichy-Regimes gesucht. Er bringt seine Familie in Chambon sur Lignon unter, einer kleinen Stadt im Zentralmassiv. Die Deutschen töten ihn, und Agathe wird von wildem Hass überwältigt. Viele Jahre später begegnet sie der alten Dame, die sie inzwischen geworden ist, in einer Welt, in der sich erneut eine Welle des Rassismus und des zerstörerischen Hasses ausbreitet. Es entsteht ein merkwürdiger Dialog zwischen den beiden Agathen.
Früher und Heute vermischen sich, Dichtung und Wahrheit berühren sich.
Die Erinnerung an die Vergangenheit erwecken, damit man sich die Zukunft vorstellen kann. Durch Lachen und Weinen das Gewissen wachrufen…
Kooperationspartner:
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D'après Les Bienveillantes de Jonathan Littell – le roman –
et Histoire d’un Allemand de Sebastian Haffner – le témoignage.
Lecture-Débat
Quand: Vendredi 10 Octobre 2008 à 20 h 30
Où: à la Friche Laiterie, 10 rue du Hohwald à Strasbourg
Entrée: libre

Le national-socialisme va entrer dans l’Histoire, les témoins se font rares, les jeunes en France et en Allemagne ne connaissent plus de cette période que ce qu’ils apprennent à l’école. Les jeunes Allemands en ont ras-le-bol du mea culpa ; on les emmène visiter les camps d’Auschwitz ou de Bergen-Belsen, l’impact est fort, mais il est vite effacé par les images innombrables qui peuplent leur quotidien. Les jeunes Français baignent dans le même monde de l’image et la majorité ne s’intéresse spécialement au national-socialisme que dans des familles qui ont particulièrement touchées, juives ou non.
Et pourtant le Roman Les Bienveillantes de Jonathan Littell a soulevé une polémique sans précédent en France, on est pour ou on est contre, on a lu en entier ce « pavé » ou bien on a refusé simplement de le lire. Les descriptions historiques exactes des scènes d’horreur incluses dans le récit scandalisent ou documentent, l’officier S.S. Max Aue, narrateur à la première personne, dégoûte ou fascine. En Allemagne, où le roman vient d’être traduit, il a très vite été classé comme kitsch et n’a pas eu de succès.