

Marie-Joseph Bopp wurde 1893 in Schlettstadt im Elsass geboren. Zu diesem Zeitpunkt war das Elsass deutsch und seit dem Frankfurter Vertrag vom 10. Mai 1871 nach der französischen Niederlage Teil des Deutschen Reichs.
1916 wurde Marie-Joseph Bopp Lehrer für Französisch, Latein und Griechisch am Gymnasium Bartholdi in Colmar und nach dem Zweiten Weltkrieg für Deutsch.
Wenige Tage vor der Ankunft der deutschen Truppen in Colmar begann Bopp mit dem Schreiben seines Tagebuchs, das während der Jahre der Annexion zu seinem vertrauten Freund werden sollte. Das Schreiben wurde zu seiner einzigen Waffe.
Überall im Elsass herrschte Panik. Was also tun: Bleiben oder gehen? Als beamteter Lehrer zu bleiben, bedeutete, die Rückkehr des Elsass zum Deutschen Reich zu akzeptieren und sich in den aktiven Dienst des Führers und des nationalsozialistischen Großdeutschlands zu stellen. Zu gehen bedeutete, alles zu verlieren!
Am 17. Juni 1940 marschierten die Deutschen in Colmar ein. Mehr als fünf Jahre lang hält der Lehrer am Bartholdi-Gymnasium in Colmar alles fest, was er erlebt: die kleinen Dinge des Alltags ebenso wie die großen Ereignisse der Zeitgeschichte.
2004 erscheinen seine Erinnerungen im Verlag La Nuée Bleue (Die blaue Wolke). Marie-Joseph Bopp verfügte nämlich in seinem Testament, dass sein Tagebuch erst nach dem Jahr 2000 veröffentlicht werden durfte.

Marie--Joseph Bopp naît en Alsace, à Schlettstadt (aujourd’hui Sélestat), en 1893. A cette époque, l'Alsace est allemande et fait partie du Reich depuis le traité de Francfort signé le 10 mai 1871 après la défaite française.
En 1916, Marie-Joseph Bopp devient professeur de français, de latin et de grec au lycée (Gymnasium) Bartholdi de Colmar puis d'allemand après la deuxième guerre mondiale.
Quelques jours avant l'arrivée des troupes allemandes à Colmar, Bopp commence la rédaction d'un journal qui deviendra son confident amical pendant les années de l'annexion. L'écriture devient sa seule arme.
Partout en Alsace, c'est la panique. Alors, que faire : rester ou partir ? Rester, en tant que fonctionnaire-professeur comme Bopp, c'est signer et accepter le retour de l'Alsace au sein du Deutsches Reich et se mettre au service actif du Führer et de la Grande Allemagne Nationale-Socialiste. Partir, c'est tout perdre !
Le 17 juin 1940, les Allemands entrent dans Colmar. Pendant plus de cinq ans, l'enseignant du lycée Bartholdi de Colmar enregistre tout ce qu'il vit : les petites choses de la vie quotidienne comme les grands événements de l'histoire contemporaine.
En 2004, ses mémoires sont publiées aux éditions La Nuée Bleue. Marie-Joseph Bopp avait en effet, par testament, autorisé la publication de son journal uniquement après l'an 2000.
Nach dem Dezember Salon zeichnete der französische Konsul Gael de Maisonneuve die 1. Vorsitzende unseres Fördervereins, Catherine Gebhardt-Bernot, und unseren Geschäftsführer, Jörg-Henning Rössig, mit der Ehrenmedaille des Élysée-Vertrags aus. Er ehrte damit „das Engagement für die Freundschaft der beiden Völker und für die europäische Sache.“


Im Dezember spielten die Harfenistin Lucia Cericola und der Flötist Vitor Diniz-Barbosa französische Harfenmusik.
Präsentiert wurde Musik von Bernard Andrés, Georges Bizet, Eugène Bozza, Marcel Grandjany, Camille Saint-Saens und Ravi Shankar.


Die Musiker verbanden das Konzert mit einem Ratespiel. Sie gaben Hinweise zu den Komponisten und Stücken, und das Publikum musste raten, welche Stücke gespielt wurden. Die zahlreich erschienenen Gäste waren dabei im Großen und Ganzen erfolgreich.



Im Oktober war der Arzt Pascal Revault unser Gast. Revault ist Allgemeinmediziner mit Schwerpunkt Sozialmedizin und verantwortlich für knapp 5000 Schüler von der Mittelstufe (ab der 5. Klasse) bis zum baccalauréat.
Drei Themen interessieren Revault dabei vor allem:
Seine Schlussfolgerung: Das Schwergewicht der schulischen Bildung ist zu sehr auf „performance“, Leistung und Konkurrenz ausgerichtet.
Seine Forderung: „Gebt den Kindern und Jugendlichen stattdessen die Möglichkeit, sich zu entfalten!“

Am 25. September fand unsere Jahresversammlung
in einer angenehmen Atmosphäre statt!
Im Rahmen des Festivals Terre et Temps / Erde und Zeit
Mitte September haben wir ein deutsch-französisches Jugendtreffen im Béarn, Nouvelle Aquitaine, in der Nähe von Pau und Gurs in Südfrankreich organisiert und durchgeführt. Dieses Jugendtreffen fand im Rahmen des dortigen Festivals „Terre et Temps - Erde und Zeit“ für Kunst und Kultur und die deutsch-französische Freundschaft mit unserem dortigen Partner Château d’Orion statt.
![]() |
Schüler vom Walther-Eucken Gymnasium aus Freiburg trafen sich mit Schüler*innen vom Lycée Louis Barthou in Pau. Sie besuchten gemeinsam das dortige Musée de la Résistance, und diskutierten über ihre jeweiligen Recherche-Ergebnisse zum Widerstand in Deutschland und Frankreich während des Zweiten Weltkriegs. | |
| Die Schüler aus Freiburg stellten außerdem ihre Graphic Novel (BD) „Zukünfte der Erinnerung – EINE REISE NACH GURS“ vor, die die Reise, Erlebnisse und Eindrücke ihrer Schulkameraden aus dem Jahr 2022 in einer jugendgemäßen Art beschreibt und zum Nachdenken anregt. | ![]() |
|
![]() |
Sie nahmen ebenfalls an Ateliers / Workshops im Maison des Arts in Sauveterre de Béarn mit Schüler*innen aus dem dortigen Collège und der École primaire aus Gurs teil. | |
| Ausgehend von französischen Volksliedern der Region erarbeiteten die Schüler*innen gemeinsam mit den zweisprachigen HipHop-Musikern Zweierpasch aus Freiburg eine neue HipHop-Komposition, eine Hymne für das Festival „Terre et Temps“. | ![]() |
|
![]() |
Diese Hymne wurde von den Jugendlichen am Abend auf der Freilichtbühne in Navarrenx während des Zweierpasch-Konzerts vorgetragen. Sie wurden vom Publikum mit frenetischem Applaus belohnt. | |
| Im Rahmen des Festivals haben die Schüler aus Freiburg bei der Gedenkstätte für das Lager Gurs an der Präsentation der Kunst-Installation „RESTLICHT“ mitgewirkt, mit der an die Geschichte des Lagers erinnert wurde. | ![]() |
|
In unserem letzten Salon im Juni hatten wir den Journalisten und profunden Kenner Frankreichs und Deutschlands Guillaume Duval eingeladen. Eigentlich wollten wir ganz grundsätzlich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Länder sprechen. Aber direkt vor dem Salon hatte Europa gewählt mit dem Ergebnis, dass der rechtsextreme Rassemblement National fast ein Drittel der Stimmen bekam. Duval analysierte mittels Landkarten, Diagrammen und viel Sachkunde die Wahl.
In der anschließenden Diskussion ging es um Gründe und Hintergründe dieser Entwicklung.