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Salons

Salon de Mme Geoffrin
par Anicet Charles Gabriel Lemonnier

Der Förderverein Deutsch-Französischer Kultur lädt alle zwei Monate zu einer Matinee ein, im Kulturzentrum Merlin, Augustenstr. 72, 70178 Stuttgart-West (S-Bahn Haltestelle Schwabstraße). Croissants und Getränke können bestellt werden.

Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Gesellschaft leisten kurze, aktuelle und auch kontroverse Beiträge. Anschließend hat das Publikum das Wort, Gespräche untereinander und mit den Gästen stehen im Vordergrund.

Sie können lesen, wie die Erfinder unseren Salons, Barbara Mors-Stammler (hier) und Nicolas Rist (hier) ihre Vorstellungen darstellen.

Hier können Sie alle Salons als Liste finden.

Mömpelgard oder Montbéliard? – Einfallstor fortschrittlicher Kultur und Politik

Details
Gemeins. Geschichte: von K. zu F.
  • Bericht
  • Oktober 2025
  • Flugblatt: Link

Am 12. Oktober ging es im Salon um die große Ausstrahlung nach Württemberg, die das kleine Städtchen Montbéliard an der burgundischen Pforte hatte, das 450 Jahre zum „Ländle“ gehörte. Daran Schuld waren vor allem Studenten von dort, die in Tübingen studierten. Ende des 18. Jahrhunderts wurden sie zu „Keimträgern“ revolutionärer Ideen. Wahrscheinlich infizierten sie nicht zuletzt Hegel, Hölderlin und Schelling, die damals in Tübingen studierten.


  • Rundbrief Nr 30
  • Veranstaltung: Mömpelgard oder Montbéliard? – Einfallstor fortschrittlicher Kultur und Politik
  • Fakten: Mömpelgard oder Montbéliard?

Mömpelgard oder Montbéliard? – Einfallstor fortschrittlicher Kultur und Politik

Details
Gemeins. Geschichte: von K. zu F.
  • Vortrag - Salon
  • Oktober 2025
  • Flugblatt: Link

Hegel, Hölderlin und Schelling

Deutsch-Französischer Salon

Wann: Sonntag, 12. Oktober 2025, von 11 bis 13 Uhr
Wo: Kulturzentrum Merlin, Augustenstr. 72, 70178 Stuttgart (S−Bahn Schwabstr.) 
Eintritt: 10 € Tageskasse / 7,50 € für Schüler und Studenten, Croissants und Getränke können bestellt werden.


Im Jahr 1397 kam ein kleines Ländchen, das südlich von Belfort in der burgundischen Pforte liegt, durch Heiratspolitik zur Grafschaft Württemberg. In Veröffentlichungen zur württembergischen Geschichte wird es allgemein Mömpelgard genannt. Es hieß aber Montbéliard, denn dort wurde hauptsächlich Französisch gesprochen. Als sich im Mittelalter und in der frühen Neuzeit die nationalen Kulturen bildeten, war das wichtig, denn „die Sprache ist das Haus des Seins", schreibt Martin Heidegger.

Um 1600 war Montbéliard eine Schleuse für humanistische und barocke Literatur aus Frankreich. Dort wurden staatsrechtliche Traktate, aber auch Ritter- und Schäferromane aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt, gedruckt und dann in Deutschland verbreitet. Und von 1780 bis 1800 war die württembergische Exklave Einfallstor aufrührerischer Gedanken. Studenten brachten von Montbéliard Ideen der französischen Revolution nach Tübingen und ins dortige Stift, wo diese von der Obrigkeit misstrauisch beobachtet und unterdrückt wurden. Aber viele Studenten griffen die Gedanken ihrer Kommilitonen aus Montbéliard begierig auf; nicht zuletzt die später berühmten Dichter und Philosophen, Hölderlin, Hegel und Schelling, die zu dieser Zeit in Tübingen studierten.

Einführung und Moderation: Ralf Kröner


  • Bericht/Postkarte: Mömpelgard oder Montbéliard? – Einfallstor fortschrittlicher Kultur und Politik
  • Fakten: Mömpelgard oder Montbéliard?

Mömpelgard oder Montbéliard?

Details
Von: Ralf Kröner
Gemeins. Geschichte: von K. zu F.
  • Vortragstext
  • Oktober 2025
  • Flugblatt: Link

Vor 80 Jahren endete der 2. Weltkrieg und es begann eine Zeit des friedlichen Zusammenlebens von Franzosen und Deutschen, vielleicht sogar der Freundschaft - darüber kann man diskutieren. Aber auch nur Frieden ist schon viel, wenn man die deutsch-französische Geschichte betrachtet - im Grunde beginnt sie ja mit der Aufteilung des fränkischen Reichs im Jahr 843. In den 1100 Jahren bis 1945 herrschten vor allem Konkurrenz, Kampf, Krieg, Besatzung, Annektion, Niederlage und demütigende Friedensbedingungen zwischen beiden Ländern.

Aber Geschichte von Nachbarn ist glücklicherweise immer auch mehr als Machtpolitik, nämlich gegenseitige Beeinflussung im Alltag. Und die kann man am Beispiel Montbéliard-Württemberg sehr schön studieren.

 

Montbéliard liegt an der burgundischen Pforte, also in der Landschaft, die Elsass und Burgund verbindet. Durch geschickte Heiratspolitik gelingt es den Grafen von Württemberg, die kleine Grafschaft an sich zu bringen. Das ist ein längerer Prozess, der um 1400 beginnt und rund 50 Jahre dauert. Teilweise wird das Gebiet von Stuttgart aus regiert, teilweise halten Verwandte der in Stuttgart herrschenden Fürsten dort Hof. Montbéliard ist aber nie ein Teil von Württemberg, sondern sozusagen ein autonomes Gebiet unter der Herrschaft der Württemberger Grafen und Herzöge.

Und ganz wichtig: Mömpelgard heißt es bei württembergischen Beamten, Professoren und Adligen, Montbéliard wird Stadt und Grafschaft von seinen Bewohnern genannt. Dort wird Französisch gesprochen, und weil „die Sprache das Haus des Seins“ ist, wie Martin Hedegger formulierte, ist das natürlich nicht nur eine Aufgabe für gute Dolmetscher, sondern eine Frage des Fühlens und Denkens, der Kultur.

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  • Veranstaltung: Mömpelgard oder Montbéliard? – Einfallstor fortschrittlicher Kultur und Politik
  • Bericht/Postkarte: Mömpelgard oder Montbéliard? – Einfallstor fortschrittlicher Kultur und Politik

Zweisprachigkeit: Mit zwei Sprachen groß werden – Grandir en parlant deux langues

Details
Andere Blickwinkel
  • Bericht
  • Juli 2025

Kindliche Zweisprachigkeit ist nicht selbstverständlich. Das war das Thema unseres Salons am 6. Juli. Sobald das Kind in einer einsprachigen Umgebung wie zum Beispiel dem Kindergarten ist, wird eine Sprachen die starke Sprache. Entsteht dann ein Ungleichgewicht zwischen den Sprachen? Was bedeuten Sprachmischungen in der frühen Phase des Spracherwerbs und warum lehnen manche Kinder die „andere“ Sprache des Vaters oder der Mutter ab? Darüber wurde mit Studierenden, Eltern, und Lehrkräften bei einer „table ronde“ angeregt diskutiert.


  • Rundbrief Nr 30
  • Veranstaltung: Zweisprachigkeit: Mit zwei Sprachen groß werden – Grandir en parlant deux langues
  • Ankündigung: Mit zwei Sprachen groß werden – Grandir en parlant deux langues
  • Annonce: Grandir en parlant deux langues – Mit zwei Sprachen groß werden

Mit zwei Sprachen groß werden – Grandir en parlant deux langues

Details
Von: Catherine Gebhardt-Bernot
Andere Blickwinkel
  • Ankündigung
  • Juni 2025

Rund die Hälfte der Weltbevölkerung ist zweisprachig oder mehrsprachig. Für Millionen Menschen gehört Zweisprachigkeit zum Alltag. In Europa merken wir auch, dass die Kontakte unterschiedlicher Kulturen und Sprachen zur Normalität gehören. 

Nehmen wir das Beispiel Frankreich, wo die sprachliche Vielfalt beträchtlich ist: Jeder vierte Erwachsene hat mit der Mutter oder dem Vater eine andere Sprache als Französisch gesprochen. Das heißt jedoch nicht, dass diese Sprache überlebt und weitergegeben wird. Zahlen aus verschiedenen Umfragen beweisen es deutlich: 26% der Erwachsenen haben eine andere Sprache als Französisch in der Kindheit gehört und gesprochen, jedoch nur 9% geben diese Sprache an ihre Kinder weiter. 

Zweisprachigkeit ist nicht selbstverständlich. Eine konsequente Zweisprachigkeit verlangt Aufmerksamkeit und Ausdauer. Nehmen wir konkrete Beispiele in Stuttgart in deutsch-französischen Familien: Nach dem Partnerprinzip können die Eltern mit dem Kind ihre jeweilige Sprache sprechen und somit ihre sprachliche Identität wahren.

Jedoch wird eine der Sprachen irgendwann die starke Sprache werden, sobald das Kind in einer einsprachigen Umgebung wie dem Kindergarten, der Schule aufwächst. 

Entsteht dann ein Ungleichgewicht zwischen den Sprachen?
Wie kann dann die schwächere Sprache gefördert werden?
Was bedeuten die Sprachmischungen in der frühen Phase des Spracherwerbs?
Warum lehnen manche Kinder die „andere“ Sprache des Vaters oder der Mutter ab?
Welche Auswirkungen hat die Zweisprachigkeit auf die schulische Entwicklung der Kinder?

So viele Fragen und so viele Herausforderungen für die Kinder und die Eltern!

Sie sind das Thema unseres nächsten Salons am 6. Juli. Wir werden mit Studierenden, Eltern, und Lehrkräften bei einer „table ronde“ über die Thematik „Mit zwei Sprachen groß werden“ diskutieren.

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  • Rundbrief Nr 29
  • Veranstaltung: Zweisprachigkeit: Mit zwei Sprachen groß werden – Grandir en parlant deux langues
  • Bericht/Postkarte: Zweisprachigkeit: Mit zwei Sprachen groß werden – Grandir en parlant deux langues

Grandir en parlant deux langues – Mit zwei Sprachen groß werden

Details
Von: Catherine Gebhardt-Bernot
Andere Blickwinkel
  • Annonce
  • Juin 2025

On a du mal à s'imaginer que presque la moitié de la population mondiale est bilingue ou même plurilingue. Des millions de personnes parlent plusieurs langues au quotidien, bien sûr à divers niveaux. En Europe nous constatons aussi que les contacts entre des cultures et des langues les plus variées font partie de la vie de tous les jours. 

Prenons l'exemple de la France, pays où la diversité linguistique est devenue considérable : un adulte sur quatre a parlé dans son enfance une autre langue que le français avec sa mère ou son père, mais cela ne veut pas dire que cette langue pourra survivre et se transmettre à l'autre génération. Les chiffres de nombreuses enquêtes le prouvent : 26% des adultes ont entendu et parlé une autre langue que le français dans leur enfance. Toutefois seulement 9% transmettent cette langue à leurs enfants. 

Le bilinguisme ne va pas de soi. Il exige de faire preuve d'attention et de persévérance et bien sûr d'avoir envie de protéger sa langue maternelle et de la transmettre. Dans notre ville de Stuttgart il est possible de trouver des exemples dans des familles franco-allemandes. En général le bilinguisme des enfants est favorisé lorsque les parents parlent chacun leur propre langue et gardent leur identité linguistique. 

Une des deux langues deviendra une langue majeure pour l'enfant ou sera mineure à partir du moment où l'enfant vivra dans un environnement scolaire où une seule langue est parlée. Cette langue deviendra la langue dominante.

Est-ce qu'un déséquilibre durable apparaît entre les langues ? 
Comment soutenir la langue devenue plus faible ? 
Les mélanges (souvent comiques) entre les deux langues sont-ils néfastes au début de l'apprentissage ? 
Pourquoi certains enfants se mettent à refuser la langue du père ou de la mère ? 
Quels sont les effets du bilinguisme sur la scolarité des enfants ? 
Autant de questions et autant de défis pour les enfants et les parents ! 

Ils seront le thème du prochain salon du Förderverein Deutsch-Französischer Kultur le 6 juillet 2025. Nous aurons l'occasion d'en discuter dans le cadre d'une table ronde ayant pour thème Grandir en parlant deux langues. 

Suite du texte


  • Journal Nr 29
  • Veranstaltung: Zweisprachigkeit: Mit zwei Sprachen groß werden – Grandir en parlant deux langues
  • Compte-rendu/Carte postale: Zweisprachigkeit: Mit zwei Sprachen groß werden – Grandir en parlant deux langues

Zweisprachigkeit: Mit zwei Sprachen groß werden – Grandir en parlant deux langues

Details
Andere Blickwinkel
  • Podiumsdiskussion - Salon
  • Juli 2025

Deutsch-Französischer Salon
Table ronde – Podiumsdiskussion

Wann: Sonntag, 6. Juli 2025, von 11 bis 13 Uhr
Wo: Kulturzentrum Merlin, Augustenstr. 72, 70178 Stuttgart (S−Bahn Schwabstr.) 
Eintritt: 10 € Tageskasse / 7,50 € für Schüler und Studenten, Croissants und Getränke können bestellt werden.


Wie erlernen wir unsere Muttersprache? Es ist eine der ältesten Fragen, seit Menschen über sich selber nachdenken. Wie ist es dann, wenn ein Kind in den ersten Lebensjahren zwei Sprachen - zum Beispiel Deutsch und Französisch - gleichzeitig erwirbt?

Zweisprachigkeit ist ein kompliziertes Phänomen und auch ein Reichtum. 

mit:

  • Dozentinnen des Fachbereichs Französisch der VHS-Stuttgart
  • Vertreterinnen der deutsch-französischen Schulen
    • École maternelle franco-allemande Georges Cuvier, Stuttgart-Riedenberg
    • Ècole élémentaire franco-allemande de Stuttgart-Sillenbuch

Einführung und Moderation: Catherine Gebhardt-Bernot


  • Rundbrief Nr 29
  • Bericht/Postkarte: Zweisprachigkeit: Mit zwei Sprachen groß werden – Grandir en parlant deux langues
  • Ankündigung: Mit zwei Sprachen groß werden – Grandir en parlant deux langues
  • Annonce: Grandir en parlant deux langues – Mit zwei Sprachen groß werden

Verfolgung von Homosexuellen durch die Nazis im Elsass

Details
Gemeins. Geschichte: von K. zu F.
  • Bericht
  • April 2025
  • Flugblatt: Link

In unserem Salon im April hat der Historiker Frédéric Stroh aus Strasbourg die Verfolgung Homosexueller nachgezeichnet und analysiert.
Unser Thema dieses Salons, das in die Thematik des vorherigen Salons über die Situation im Elsass unter der deutschen Besatzung passt, traf auf großes Interesse. Wir haben uns gefreut, dass wir den französischen Generalkonsul und Direktor des Institut français Gaël De Maisonneuve zu diesem Salon begrüßen durften.
Die Unterdrückung und Vernichtung von Minderheiten war ein wichtiges Element der NS-Diktatur. Seit der französischen Revolution wurden in Frankreich und deshalb auch im Elsass, solange es französisch war, homosexuelle Beziehungen zwischen Männern nicht verfolgt. Das änderte sich 1940 mit der Besetzung und Annexion des Elsass durch die Nazis.


  • Rundbrief Nr 29
  • Veranstaltung: Verfolgung von Homosexuellen durch die Nazis im Elsass
  • Ankündigung: Unterdrückung der Homosexualität unter anderem, damals und heute

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