„Soziale Republik vs Soziale Marktwirtschaft – Ein Duell Frankreich-Deutschland“
- Postkarte
- Januar 2017 - „Sozialer Vergleich“ Veranstaltungsreihe
- Veranstaltung: Arbeit und Beschäftigung in Frankreich und Deutschland
- Podiumsdiskussion
- Januar 2017 - „Sozialer Vergleich“ Veranstaltungsreihe
Wann: Samstag, 14. Januar 2017, 17:00 Uhr, Café
Wo: Kulturzentrum Merlin, Augustenstr. 72, Stuttgart-West
Eintritt: frei
In Deutschland herrscht Pflegnotstand. „Die Menschen werden immer älter, das Geld aus den Sozialkassen muss für immer mehr Pflegebedürftige reichen, und es gibt deutlich zu wenige Kranken- und Altenpfleger, um ihre Versorgung zu übernehmen“, schrieb die Zeitung „Die Welt“ im Frühjahr 2016.
Und wie sieht es in Frankreich aus? Auch dort gibt es Probleme, aber zumindest steht das Land besser da, was den Pflegeschlüssel angeht, also das Verhältnis von Pflegekräften und Patienten. Und Schwestern und Pfleger erhalten in Frankreich eine akademische Ausbildung, während in Deutschland immer noch eine Art betrieblicher Lehre besteht.
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Prof. Benoît Misset: Chef der Intensivmedizin an der Universitätsklinik Rouen | |
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Aurélie Montana: Leiterin des notfallmedizinischen Pflegedienstes an der Universitätsklinik Rouen | |
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Bernard Braun: Sozial- und Gesundheitswissenschaftler aus Bremen | |
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Christine Schlenker: Heimleiterin Wilhelmshilfe Göppingen, Krankenschwester & Gesundheitsclownin | |
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Nadja Schmidt: Krankenschwester, stellv. Betriebsratsvorsitzende im Klinikum Ludwigsburg-Bietigheim |
Moderation: Ralf Kröner, Förderverein Deutsch-Französischer Kultur e.V.
Übersetzung: Catherine Gebhardt-Bernot und Verena Ziebe
- Bericht/Postkarte: Podiumsdiskussion Kranken- und Altenpflege in Frankreich und Deutschland
- Postkarte
- Januar 2017 - „Sozialer Vergleich“ Veranstaltungsreihe
- Veranstaltung: „Hungerlohn am Fließband“ – „Crise(s)“
- Filmabend
- Januar 2017 - „Sozialer Vergleich“ Veranstaltungsreihe
Filmabend mit zwei Filmen
Die beiden Filmemacher werden anwesend sein und beantworten nach der Vorführung die Fragen des Publikums
Wann: Freitag, 13. Januar 2017, 17:00 Uhr – Café
Wo: Kulturzentrum Merlin, Augustenstr. 72, Stuttgart-West
Eintritt: frei
Moderation: Jörg-Henning Rössig, Förderverein Deutsch-Französischer Kultur e.V.
Übersetzung: Isabel Lienenkämper
Hungerlohn am Fließband
von Jürgen Rose, 2013, 44 Minuten
Jürgen Rose zeigt in seiner Reportage über Leiharbeit bei Mercedes-Benz, wie der Konzern normale Arbeiten aufgeteilt hat, um die dadurch entstehenden Teilarbeiten in Form von Werkverträgen an Drittfirmen zu vergeben. Diese Firmen zahlten sehr viel geringere Löhne, als sie der Konzern hätte bezahlen müssen. Da Jürgen Rose seinen Film undercover gedreht hat, klagte Mercedes-Benz gegen den Südwestrundfunk, für den die Reportage produziert wurde. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat die Klage zurückgewiesen, da der Film wichtig für die öffentliche Meinungsbildung sei.
Crise(s)
von Frédéric Touchard, 2012, 52 Minuten
Frédéric Touchard beleuchtet in seiner Dokumentation, wie die Krise in den industriellen Zentren Frankreichs, in Lothringen und in der Region von Calais, das Leben der Menschen verändert. Die sozialen Beziehungen zerfallen, der Paternalismus der Industriebosse des 19. Jahrhunderts wird durch den Liberalismus der internationalen Ökonomie ersetzt. Das führt dazu, dass viele traditionelle Werte der französischen Gesellschaft infrage gestellt werden, nicht zuletzt diejenigen der Arbeiterschaft.
- Bericht/Postkarte: Zeit nach den Filmen über die Arbeitswelt um auszutauschen
- Theater
- Januar 2017 - „Sozialer Vergleich“ Veranstaltungsreihe
- Flugblatt: Visit Website
- Zeitungsartikel/Medienecho:
„Die Intensivstation als Theaterstoff“
„Nach der Regeln der Modernen Gerätemedizin“
Performance nach dem Theaterstück von Simone Rist
Deutsche Uraufführung, Übersetzung Hedda Kage, Regie Simone Rist
Die Pariser Regisseurin und Autorin Simone Rist hat ein halbes Jahr in der Intensivstation eines Krankenhauses hospitiert. Ihre Erfahrungen haben in „À la vie, à la mort - Auf Leben und Tod“ ihren Niederschlag gefunden: Zwei Patienten, eine junge Frau und ein älterer Mann, liegen auf der Intensivstation. Sie wurden in ein künstliches Koma versetzt und an Atemgeräte angeschlossen. Die Krankenschwestern und die Intensivärzte betreuen sie fehlerlos und professionell, aber sie interessieren sich nur für die körperlichen Funktionen.
Die beiden Patienten, Frau F. und Herr M., werden von ihrem Unterbewusstsein überschwemmt, aber niemand geht darauf ein, niemand spricht sie an.
Schließlich versetzen sie die ganze Intensivstation in einen Zustand jenseits der Realität, in ein ungewöhnliches Spiel „auf Leben und Tod“.
Frau F. und Herr M. werden von Paulina Jürgens und Florian Esche gespielt. In weiteren Rollen: Lena Conrad, Folkert Dücker, Christoph Franz und Johanna Maria Zehendner.
- Ankündigung
- Januar 2017 - „Sozialer Vergleich“ Veranstaltungsreihe
- Flugblatt: Visit Website
Liebe Freundinnen und Freunde des Vereins,
Wir übersenden euch die besten Wünsche für ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2017!!!
Vielleicht sehen wir uns in Kürze hier in Stuttgart wieder bei der Theater-Performance „Auf Leben und Tod“ am Do. 12. und Fr. 13.01. oder in Tübingen am Di. 17.01. oder in Esslingen am Sa. 21.01.2017, jeweils 20 Uhr oder bei einer der anderen Veranstaltungen im Kulturzentrum Merlin oder der Rosenau in Stuttgart?
Meine Einladung kommt zwar etwas spät (Ich habe noch alle Hände voll zu tun mit den Vorbereitungen...), aber sie kommt hoffentlich noch rechtzeitig...!
Der Förderverein Deutsch-Französischer Kultur, Stuttgart, präsentiert (siehe auch die Flyer im Anhang!):
Was?: Soziale Republik versus Soziale Marktwirtschaft - ein Duell Frankreich-Deutschland
„Soziale Republik“ heißt Frankreich in seiner Verfassung. Das steht für wirtschaftspolitische Lenkung und soziale Fürsorge durch den Staat. Dagegen liegt die Betonung im deutschen Modell der Sozialen Marktwirtschaft auf der positiven Wirkung der Marktkräfte.
In 5 Veranstaltungen will der Förderverein Deutsch-Französischer Kultur zu einem besseren Verständnis der unterschiedlichen Grundlagen der beiden Länder beitragen, die wesentlich für ihre Differenzen sind.
- Bericht/Postkarte: Veranstaltungsreihe „Soziale Republik versus Soziale Marktwirtschaft – Ein Duell Frankreich-Deutschland“
- Veranstaltung: Soziale Republik versus Soziale Marktwirtschaft ?... Ein Duell Frankreich-Deutschland
- Programm/Unterlagen: Visit Website
- Artikel der „Stuttgarter Zeitung“
- über „Auf Leben und Tod“
- Januar 2017 - „Sozialer Vergleich“ Veranstaltungsreihe
- Flugblatt: Visit Website

- Bericht/Postkarte: Performance „Auf Leben und Tod“
- Veranstaltung: Auf Leben und Tod – À la vie, à la mort
- Veranstaltungsreihe
- Januar 2017 - „Sozialer Vergleich“ Veranstaltungsreihe
- Flugblatt: Visit Website
Die deutsch-französischen Beziehungen sind zur Zeit nicht gut. Die deutschen Verantwortungsträger in Wirtschaft und Politik schauen mitleidig über den Rhein, während Frankreich gerade erst kleine Schritte aus der Wirtschaftskrise macht. Auf der anderen Seite beobachten viele Franzosen den wirtschaftlich immer stärker werdenden Nachbarn im Osten mit Sorge. Diese Distanz schlägt sich auch in den Medien und in der gesamten Stimmung nieder. Das ist traurig, denn in einer Zeit, in der sich die Europäische Union in ihrer schwersten Krise befindet, wäre eine enge deutsch-französische Zusammenarbeit wichtiger denn je. Voraussetzung dafür ist allerdings gegenseitiges Verständnis, und verstehen kann man sich nur, wenn man die Unterschiede kennt.
Ein entscheidender Unterschied zwischen den beiden Ländern wird schon bei der Lektüre der Französischen Verfassung deutlich. In ihrer Präambel wird Frankreich als „soziale Republik“ bezeichnet. Wirtschaftspolitische Lenkung und soziale Fürsorge durch den Staat sind tief im Bewusstsein der Franzosen verankert. Dagegen liegt die Betonung im deutschen Modell der Sozialen Marktwirtschaft auf der positiven Wirkung der Marktkräfte.
In 5 Veranstaltungen wollen wir zu einem besseren Verständnis der unterschiedlichen sozialpolitischen Grundlagen der beiden Länder beitragen, die entscheidend für ihre Differenzen sind.
Dabei soll das Duell Soziale Republik versus Soziale Marktwirtschaft auch spielerisch ausgetragen werden. Die Reihe wird mit einem Theaterstück eröffnet. Dann gibt es zwei Podiumsdiskussionen zur Situation der Kranken- und Altenpflege und zur Arbeit, und eine Filmveranstaltung mit zwei Dokumentationen. Die Reihe wird mit einem Rap- und Poetry Slam-Abend abgeschlossen.
- Bericht/Postkarte: Veranstaltungsreihe „Soziale Republik versus Soziale Marktwirtschaft – Ein Duell Frankreich-Deutschland“
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