„Gurs“ – ein Internierungslager in Südwestfrankreich
- Bericht
- September 2024
Im Rahmen des Festivals Terre et Temps / Erde und Zeit
Mitte September haben wir ein deutsch-französisches Jugendtreffen im Béarn, Nouvelle Aquitaine, in der Nähe von Pau und Gurs in Südfrankreich organisiert und durchgeführt. Dieses Jugendtreffen fand im Rahmen des dortigen Festivals „Terre et Temps - Erde und Zeit“ für Kunst und Kultur und die deutsch-französische Freundschaft mit unserem dortigen Partner Château d’Orion statt.
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Schüler vom Walther-Eucken Gymnasium aus Freiburg trafen sich mit Schüler*innen vom Lycée Louis Barthou in Pau. Sie besuchten gemeinsam das dortige Musée de la Résistance, und diskutierten über ihre jeweiligen Recherche-Ergebnisse zum Widerstand in Deutschland und Frankreich während des Zweiten Weltkriegs. | |
Die Schüler aus Freiburg stellten außerdem ihre Graphic Novel (BD) „Zukünfte der Erinnerung – EINE REISE NACH GURS“ vor, die die Reise, Erlebnisse und Eindrücke ihrer Schulkameraden aus dem Jahr 2022 in einer jugendgemäßen Art beschreibt und zum Nachdenken anregt. | ![]() |
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Sie nahmen ebenfalls an Ateliers / Workshops im Maison des Arts in Sauveterre de Béarn mit Schüler*innen aus dem dortigen Collège und der École primaire aus Gurs teil. | |
Ausgehend von französischen Volksliedern der Region erarbeiteten die Schüler*innen gemeinsam mit den zweisprachigen HipHop-Musikern Zweierpasch aus Freiburg eine neue HipHop-Komposition, eine Hymne für das Festival „Terre et Temps“. | ![]() |
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Diese Hymne wurde von den Jugendlichen am Abend auf der Freilichtbühne in Navarrenx während des Zweierpasch-Konzerts vorgetragen. Sie wurden vom Publikum mit frenetischem Applaus belohnt. | |
Im Rahmen des Festivals haben die Schüler aus Freiburg bei der Gedenkstätte für das Lager Gurs an der Präsentation der Kunst-Installation „RESTLICHT“ mitgewirkt, mit der an die Geschichte des Lagers erinnert wurde. | ![]() |
- Programm/Unterlagen: Visit Website
- Film und Podiumsdiskussion - Salon
- November 2022 - „Gurs“ Veranstaltungsreihe
- Flugblatt: Visit Website

Salon in Kooperation mit 30 Tage im November – Vom Wert der Menschenrechte
Wann: Sonntag, 27. November 2022 11:00 bis 12:30 Uhr
Wo: Saal des Kulturzentrums Merlin, Augustenstr. 72, Stuttgart-West
Eintritt: 5€, Kaffee, Tee und Croissants können bestellt werden
Schülerinnen und Schüler aus Stuttgart, Tübingen, Darmstadt, Pau und Oloron-Sainte-Marie berichten von ihren Eindrücken und Erlebnissen des deutsch-französischen Jugendtreffens in Gurs und Château d‘Orion: Bericht der Schüler
Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Journal de Gurs – Wie wir erinnern wollen“, in dem die Jugendlichen auch über ihre Vorstellungen zukünftiger Erinnerungskultur sprechen: Film: „Journal de Gurs: Wie wir erinnern wollen“
Gemeinsam mit dem Publikum diskutieren sie im Anschluss neue Formen und Formate der „Erinnerungskultur“.
Das Lager Gurs in Südwestfrankreich wurde vor dem 2. Weltkrieg von der französischen Regierung für Flüchtlinge und Kämpfer des Spanischen Bürgerkriegs errichtet. Nach der Niederlage Frankreichs gegen das nationalsozialistische Deutsche Reich verschleppten die Nazis viele Juden aus Südwestdeutschland dorthin. Die Verhältnisse waren entsetzlich, viele Inhaftierte starben. Im Sommer 1942 wurde der Großteil der Gefangenen in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und ermordet.
- Programm/Unterlagen: Visit Website
- Offizieller Bericht: Visit Website
- Bericht/Postkarte: Die Schüler erzählen und debattieren vom deutsch-französischen „Gurs“ Projekt
- Bericht
- November 2022 - „Gurs“ Veranstaltungsreihe
Im November 2022 Salon ging es in unserem Salon darum, wie man aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen kann. Schülerinnen und Schüler aus Stuttgart, Tübingen, Darmstadt und Pau in Südwestfrankreich berichteten von Eindrücken und Erlebnissen in einem deutsch-französischen Projekt, das im Juni 2022 in dem Kultur- und Begegnungszentrum Château d’Orion am Fuße der Pyrenäen mit Besuch im ehemaligen Internierungslager Gurs stattfand.
Anschließend diskutierten sie gemeinsam mit dem Publikum, wie man neue Formen und Formate der Erinnerungskultur entwickeln kann.
Der Salon fand im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Vereins Die Anstifter statt, „30 Tage im November, vom Wert der Menschenrechte“.
- Programm/Unterlagen: Visit Website
- Offizieller Bericht: Visit Website
- Veranstaltung: Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen – Erinnerungen an das Internierungslager Gurs in Südwestfrankreich
- Jugendbegegnung und Reise von Schülern
- Mai-Juni 2022 - „Gurs“ Veranstaltungsreihe
Von 31.05 bis 03.06.22 fahren Schülerinnen und Schüler aus Stuttgart, Tübingen und Darmstadt zum Gegenbesuch nach Frankreich in die Provinz Béarn, wo sich das Internierungslager Gurs befand. Sie treffen die französischen Jugendlichen wieder, die im Herbst 2021 in Stuttgart und Tübingen waren. Gemeinsam besuchen sie das Lager Gurs und setzen ihre Diskussionen fort.
Welche Spuren hinterlässt das Leiden und der ungerechte Tod der tausenden Unschuldigen von Gurs? Welche Lehren ziehen wir aus diesen Ereignissen? Und werden wir in der Lage sein zu verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt? Wie soll die Zukunft der Erinnerung gestaltet werden?
Link zum Bericht des Gymnasiums
Film: „Journal de Gurs: Wie wir erinnern wollen“
Kooperationsprojekt: FDFK – Château d’Orion – Freundeskreis Château d’Orion.
- Programm/Unterlagen: Visit Website
- Film-Premiere
- März 2022 - Französische Woche - „Gurs“ Veranstaltungsreihe
Film-Premiere in Anwesenheit des Filmemachers Pierre Vidal
Dokumentarfilm (Dt./Frz.) über das Projekt „Gurs – Die Flucht in die Freiheit“ 2021
Deutsch-französische Jugendbegegnung und musikalische Darbietungen von Kompositionen aus Gurs, sowie Spurensuche und Interviews in Stuttgart, Pforzheim, Karlsruhe, Freiburg und Darmstadt.
Was bleibt noch in unserer kollektiven Erinnerung an die Internierung zehntausender Menschen im Lager Gurs, im Südwesten Frankreichs? Was bleibt vom Leid dieser Tausenden von Menschen, die gewaltsam ihren Familien entrissen wurden? Was bleibt von den Menschen, die verschwunden sind, dort gestorben sind oder in die Todeslager der Nazis deportiert wurden? Von ihrer Menschlichkeit, von der Musik und von den in dieser Hölle entstandenen künstlerischen Werken? Wie wird diese tragische Zeit in den Köpfen der jüngeren Generationen aufgenommen?
Wir begleiteten eine Gruppe junger französischer Schüler*innen aus der Gegend von Gurs – aus Gymnasien in Pau und Oloron – und deutscher Schüler*innen aus der Region Baden-Württemberg – aus Stuttgart, Tübingen – und aus Darmstadt bei ihrem Besuch an den Orten der Erinnerung. Wir hören ihnen zu. Wir sammeln ihre Eindrücke und Reaktionen und beobachten die Art und Weise, wie junge Menschen die Gewalt, die Unmenschlichkeit der geschichtlichen Fakten mit der Welt von morgen, die sie selbst gestalten werden, in Bezug bringen…
- Programm/Unterlagen: Visit Website
- Bericht
- September 2021 - „Gurs“ Veranstaltungsreihe
Im September 2021 trafen sich Schülerinnen und Schüler aus der Gegend von Gurs und aus Darmstadt, Tübingen und Stuttgart. Sie besuchten unter anderem die Euthanasie-Gedenkstätte in Grafeneck auf der Schwäbischen Alb, sahen gemeinsam eine Film-Dokumentation und erlebten ein Gesprächskonzert in Tübingen mit Lena Spohn, Mezzo Sopran und Mélina Burlaud am Klavier, in dem es um Arbeit und Leben von Künstlern ging, die in Gurs interniert waren.
Im großen Kursal in Stuttgart Bad Cannstatt konnten am 17. September Erwachsene das Gesprächskonzert „Kunst im Lager Gurs - der Glaube an das Schöne hinter Stacheldraht“ erleben. Die deutsch-französische Musikerin Mélina Burlaud hat Texte und Kompositionen aus der Lagerzeit gesammelt.
Gemeinsam mit der bekannten Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager gestaltete sie einen berührenden Abend. Der Historiker Roland Paul führte in das Thema ein.
Link zum Bericht des Gymnasiums
- Offizieller Bericht: Visit Website
- Veranstaltung:
Frz. Internierungslager Gurs – Besuch der französischen Gymnasiumschuler in Deutschland
Kunst im Lager – Der Glaube an das Schöne hinter Stacheldraht – Gurs 1939-1945 (mit Lena Spohn)
Kunst im Lager – Der Glaube an das Schöne hinter Stacheldraht – Gurs 1939-1945 (mit Angelika Kirchschlager)
- Gesprächskonzert
- September 2021 - „Gurs“ Veranstaltungsreihe
- Flugblatt: Visit Website
Erinnerung in Text und Musik
über das ehemalige Internierungslager Gurs / Südwestfrankreich
Wann: Freitag, 17. September 2021 um 20 Uhr
Wo: Großer Kursaal Stuttgart, Bad Cannstatt
Eintritt: 22€, 18€ ermäßigt, über www.reservix.de oder 01806 700 733
Einführung Veranstalter: Förderverein Deutsch-Französischer Kultur e.V. und Freundeskreis Château d'Orion e.V.
Mit: Angelika Kirchschlager, Mezzosopran, und Mélina Burlaud, Klavier
Moderation: Roland Paul
In Gurs, dem größten Internierungslager Südfrankreichs, wurden zwischen 1939 und 1944 auch zahlreiche Künstler und Künstlerinnen inhaftiert. Sie versuchten, trotz erbärmlicher Lebensumstände, das Leid und die Angst durch ihre Kunst zu überwinden und damit menschliche Würde zu bewahren.
Namhafte Musiker und Musikerinnen gaben dort im Lager erstklassige Konzerte, veranstalteten Kabarettabende, um ihren Mitgefangenen einen Augenblick der Freude zu schenken. Darunter waren auch die im Oktober 1940 aus Baden, der Pfalz und dem Saarland deportierten Juden und Jüdinnen.
Das Gesprächskonzert erinnert nicht nur an die deportierten Juden und Jüdinnen sondern auch an das Schicksal der spanischen Freiheitskämpfer, der „unerwünschten“ Deutschen, an Sinti und Roma, an Menschen aus mehr als 50 Nationen, die im Lager Gurs inhaftiert waren.
- Bericht/Postkarte: Projekt Gurs – Die Flucht in die Freiheit
- Gesprächskonzert
- September 2021 - „Gurs“ Veranstaltungsreihe
- Flugblatt: Visit Website
Erinnerung in Text und Musik
über das ehemalige Internierungslager Gurs / Südwestfrankreich
Wann: Mittwoch, 15. September 2021 um 19:30 Uhr
Wo: Aula Kepler-Gymnasium Tübingen, Uhlandstr. 30
Eintritt: frei, Anmeldung 0157-88308081 oder
Einführung Veranstalter: Förderverein Deutsch-Französischer Kultur e.V. und Freundeskreis Château d'Orion e.V.
Mit: Lena Spohn, Mezzosopran, und Mélina Burlaud, Klavier
Moderation: Schüler*innen des Kepler-Gymnasiums nach Texten von Roland Paul
In Gurs, dem größten Internierungslager Südfrankreichs, wurden zwischen 1939 und 1944 auch zahlreiche Künstler und Künstlerinnen inhaftiert. Sie versuchten, trotz erbärmlicher Lebensumstände, das Leid und die Angst durch ihre Kunst zu überwinden und damit menschliche Würde zu bewahren.
Namhafte Musiker und Musikerinnen gaben dort im Lager erstklassige Konzerte, veranstalteten Kabarettabende, um ihren Mitgefangenen einen Augenblick der Freude zu schenken. Darunter waren auch die im Oktober 1940 aus Baden, der Pfalz und dem Saarland deportierten Juden und Jüdinnen.
Das Gesprächskonzert erinnert nicht nur an die deportierten Juden und Jüdinnen sondern auch an das Schicksal der spanischen Freiheitskämpfer, der „unerwünschten“ Deutschen, an Sinti und Roma, an Menschen aus mehr als 50 Nationen, die im Lager Gurs inhaftiert waren.
- Bericht/Postkarte: Projekt Gurs – Die Flucht in die Freiheit